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Weinbau in Podersdorf

 

 

Podersdorf am See ist eine eher alte Gemeinde. Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1217. Es handelt sich dabei um eine Schenkung durch König Andreas II. von Ungarn an den Zisterzienserorden.


Podersdorf am See hat aber als "Altdorf" schon früher existiert (1009). Die Umsiedlung haben die Grafen Poth - daher wurde der Name abgeleitet - oder schon die Zisterzienser eingeleitet.


Darstellung der Pfarrkirche Podersdorf am See um 1730.

[Aus "Frund-Ris der Kirche und Pfahr-Hoff in Podersdorff", Archiv Heiligenkreuz]

 

Podersdorf am See war immer eine eher arme Gemeinde. Man lebte eigentlich zur Gänze von der Landwirtschaft. Etwa um 1920 kamen erste Sommerfrischler nach Podersdorf. Der Neusiedlersee wurde als Erholungs- und Urlaubsgebiet entdeckt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Podersdorf am See durch seine besondere Lage am einzigen schilffreien Strand des Neusiedlersees - etwa 3 km lang - mehr und mehr von Touristen und Sommerfrischlern besucht. Nach und nach stellte sich der ganze Ort auf den Tourismus ein.


Heute ist die Marktgemeinde Podersdorf am See die größte Fremdenverkehsgemeinde des Burgenlandes. Es stehen ca 3.300 Gästebetten, ein Touristencampingplatz mit etwa 800 Stellplätzen und ein Mobilheimplatz mit 337 Parzellen zur Verfügung.

 

 

Weinbau

Weinbau wurde in Podersdorf am See wahrscheinlich schon seit der Gründung der Ortschaft betrieben. Zu dieser Zeit wurde hauptsächlich für den Eigenbedarf auf Kleinstflächen Wein produziert.


Die eigentliche Weinwirtschaft begann nach dem 2. Weltkrieg. 1947 war bereits eine Fläche von 256 ha mit Wein bepflanzt. Die Weinbau-Fläche stieg in der Folge bis 1987 kontinuierlich auf 1246 ha an. Danach wurden die Flächen für den Weinbau stetig reduziert, 1990 waren es noch 1157 ha - 2000 nur mehr 520 ha. Der Grund war, dass der Weinmarkt nach dem Weinskandal 1985 total eingebrochen war und dadurch viele Winzer (dh. zum größten Teil reine Traubenerzeuger) den Weinbau aufgaben. Heute wird in Podersdorf am See auf einer Fläche von 507 ha (2002) Weinbau betrieben.


Nach dem Weltkrieg wurden vorwiegend einfache Weine in Massenproduktion gekeltert. Der Wein wurde großteils im Gebinde (Fass) verkauft. Teilweise wurde die Ernte auch als Trauben vermarktet. 


Durch den schon erwähnten Weinskandal setzte ein Umdenken ein. Viele Weinbauern gaben, wie schon erwähnt, auf. Die wenigen verbliebenen Winzer begannen, den Weinbau auf einer ganz anderen Ebene zu betreiben. Es wurde auf Qualität gesetzt und begonnen, die Weine auch selbst in Flaschen zu vermarkten. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Neben wirtschaftlichem Erfolg stellte sich auch bald Anerkennung ein. Podersdorfer Winzer wurden bei nationalen und internationalen Ausstellungen und Prämierungen vielfach ausgezeichnet.


Eine repräsentative Auswahl von Podersdorfer Weinen ist beim Weinclub 21 zu finden.


Einige Fotos:
Podersdorf am See im Winter
Podersdorf am See im Frühling
Sonnenuntergänge in Podersdorf am See

 

 

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