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Eigentlich ist Josef Lentsch in
Podersdorf nicht nur Winzer, sondern auch Wirt und als
solcher bis dato sicherlich auch bekannter denn als
Weinhauer. Und seinen Namen verdankt das Gasthaus „Zur
Dankbarkeit“ einer Familiengeschichte die in die 30er Jahre
zurückführt. Nachdem Lentschs Großvater durch die Inflation
praktisch um seine Existenz gekommen war und dann im Jahr
1934 plötzlich doch ein Wirtshaus sein eigen nennen konnte,
wollte er seine Dankbarkeit für diesen Umstand gleich im
Namen dieses Wirtshauses zum Ausdruck bringen – und seither
heißt es „Zur Dankbarkeit“. Besonders in den letzten Jahren,
während derer sich kulinarische und önophile Pilgerreisen
der Stadtbevölkerung verdichtet haben, erreichte dieses
grundsolide Gasthaus, in dem Bodenständig-Herzhaftes vom
Wildkarpfen über die jüdische Leber bis zum Blunzenparfait
mit Rahmgurken gekocht wird, schon fast eine Art
Kult-Status.
Bei den Weinen schafft er vor allem mit den Burgundersorten
tolle Qualitäten: Dem mächtigen Pinot gris etwa, dem mit
gekonnter „Barrique-Nachhilfe“ Fülle und Schliff gegeben
wird, aber auch dem Pinot noir, der vor allem durch seine
sortentypische Frucht besticht und zumeist mit zu den besten
des Landes zählt. Nach seiner Weinbauphilosophie befragt,
erklärt Lentsch, der im übrigen auch ausgezeichnete
Hochprädikate keltert, schlicht: „Ich möchte Weine
produzieren, die Spaß machen, für alle leistbar sind und zu
unserem einfachen Wirtshaus passen!“
Prämierungen: (Erwähnungen in „À la carte 2002“)
98 Punte 1998 Sämling
93 Punkte 1999 Passim (Cabernet Sauvignon, Zweigelt)
90 Punkte 2000 Cuvée Rohrjoch (Chardonnay, Pinot blanc,
Pinot gris)
89 Punjte 1999 Blaufränkisch Barrique
89 Punkte 1999 Chardonnay Barriqe
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